FAQ

Fragen zu BALTECH-RFID-Lesern

Was ist der Unterschied zwischen den Standard-Lesern und den Print-Management-Lesern?

BALTECH bietet zwei separate Produktpaletten an: Standard-RFID-Leser für Zutrittskontrolle, Zeiterfassung, IT-Login, etc. sowie Print-Management-RFID-Leser speziell für die Authentifizierung an Multifunktionsdruckern (MFPs). Die Print-Management-Leser unterscheiden sich durch eine eigene USB Product ID und eine Firmware, die die Besonderheiten der Schnittstellen von MFPs berücksichtigt.

Produktseite: Standard-Leser
Produktseite: Print-Management -Leser

Welche Host-Schnittstellen werden unterstützt?

BALTECH-RFID-Leser sind je nach Variante mit folgenden Host-Schnittstellen erhältlich:

  • USB (HID, Keyboard Emulation, PC/SC, Virtual COM-Port)
  • RS-232/UART
  • Magstripe Emulation
  • RS-485 (OSDP)
  • Wiegand
  • Ethernet

Doku: Host-Schnittstellen je Produkt
Doku: Host-Schnittstellen und Protokolle für die Entwicklung eigener Anwendungen
Leser-Finder: So finden Sie Varianten mit der gewünschten Host-Schnittstelle

Welche Frequenzbereiche werden unterstützt?

Alle BALTECH-RFID-Leser unterstützen den HF/NFC-Bereich (High Frequency/Near Field Communication, 13,56 MHz) für Technologien wie z. B. MIFARE, LEGIC, HID iCLASS und ISO-15693-kompatible Transponder.

Je nach Variante unterstützen die Leser zusätzlich:

  • LF-Bereich (Low Frequency, 125 kHz) für Technologien wie z. B. HID Prox, Hitag oder EMarine.
  • Bluetooth Low Energy für die Nutzung von BALTECH Mobile ID (sowie Tungsten Business Connect in der Print-Management-Produktpalette).

Doku: Übersicht der Kartentypen je Frequenzbereich
Leser-Finder: So finden Sie die Variante mit den gewünschten Frequenzbereichen
Produktseite: Mobile ID

Welche Kartentypen werden unterstützt?

BALTECH-RFID-Leser unterstützen alle gängigen Kartentypen, darunter MIFARE Classic (1k/4k), MIFARE DESFire (EV1, EV2, EV3), LEGIC advant und prime, HID iCLASS (SE, Seos), HID Prox und Hitag. Darüber hinaus unterstützen wir die Smartphone-Identifikation über Bluetooth mit BALTECH Mobile ID (und Tungsten Business Connect in der Print-Management-Produktpalette). Die im Einzelnen verfügbaren Technologien hängen von der gewählten Produktvariante ab.

Doku: Alle unterstützten Kartentypen
Download: Unterstützte Kartentypen je Produktvariante
Leser-Finder: So finden Sie Varianten mit Unterstützung für Ihr Kartensystem
Produktseite: Mobile ID

Kann man auch das Smartphone statt einer Karte nutzen?

Ja, mit BALTECH Mobile ID können Smartphones als Identifikationsmedium eingesetzt werden. Die App für iOS und Android kommuniziert mit kompatiblen BALTECH-Lesern über Bluetooth Low Energy. BALTECH Mobile ID ist kostenlos verfügbar, als Cloud-Dienst oder On-Premises-Lösung, und lässt sich über ein SDK auch in eigene Apps integrieren.

Produktseite: Mobile ID
Doku: Mobile ID
Leser-Finder: So finden Sie Varianten mit Unterstützung für Mobile ID

Wie finde ich die passende Leser-Variante?

Die Wahl der richtigen Variante hängt von mehreren Faktoren ab, insbesondere:

  • Produktpalette (Standard oder Print-Management)
  • Formfaktor (Modul, Desktopleser, Wandleser)
  • Host-Schnittstelle
  • Eingesetzte Kartentypen

Leser-Finder: So finden Sie die Varianten mit dem gewünschten Funktionsumfang

Die genaue Funktionsübersicht je Variante finden Sie auch in unseren Preislisten:

Bei Rückfragen hilft Ihnen auch unser Sales-Team gerne weiter.

Kann ich die Firmware updaten?

Ja, die Firmware ist updatefähig. So lassen sich bei Bedarf Funktions­erweiterungen oder Bugfixes auf die Leser ausrollen, ohne dass die Hardware ausgetauscht werden muss. Zum Einspielen eines Updates können Sie den BALTECH Uploader (Teil der kostenlosen ToolSuite) verwenden. Die Übertragung ist sowohl kabelgebunden als auch kontaktlos über die NFC-Schnittstelle möglich.

Wenn Sie eigene Anwendungen entwickeln, können Sie den kabelgebundenen Upload auch selbst implementieren.

Doku: Firmware kabelgebunden updaten (Wired Upload)
Doku: Firmware kabellos updaten (Wireless Upload)
Doku: Wired Upload in Host-Anwendung implementieren

Was BALTECH auszeichnet

Die BALTECH AG entwickelt seit 1996 RFID-Leser – als eines der ersten Unternehmen weltweit, die RFID und berührungslose Smartcard-Technologie verbanden. Die folgenden FAQs erklären, welche Vorteile dieser langjährige Fokus und die vollständig interne Entwicklung für Ihr Projekt mit sich bringen.

Konfigurierbarkeit von BALTECH-Lesern

Wie flexibel lassen sich BALTECH-Leser an unterschiedliche Projektanforderungen anpassen?

BALTECH-Leser sind darauf ausgelegt, dass sich die meisten Anforderungen allein über die Konfiguration umsetzen lassen – ohne kundenspezifische Firmware oder Hardware-Tausch. Das umfasst u. a.:

  • Auswahl des Kartensystems und kryptografischer Parameter
  • Host-Schnittstelle und Ausgabeformat
  • Feedback-Verhalten (LEDs, Piepser, Relais)
  • Validierungslogik (White-/Blacklists, Nummernbereiche)
  • Komplexe Sequenzen mit zeitlichen Abhängigkeiten

Auch nachträgliche Änderungen – z. B. ein weiteres Kartensystem oder ein geändertes Ausgabeformat – erfordern in der Regel nur eine neue Konfigurationsversion.

Gegenüber einer kundenspezifischen Firmware lassen sich Konfigurationsanpassungen schneller erstellen und einfacher ausrollen. Die kostenlose BALTECH ToolSuite ermöglicht es, Konfigurationen selbst zu erstellen – auch ohne Expertenwissen. Für Anforderungen, die darüber hinausgehen, entwickeln wir projektspezifische Formulare – die ToolSuite selbst halten wir bewusst schlank. Nur in sehr seltenen Fällen ist eine kundenspezifische Firmware notwendig.

Doku: Konfiguration erstellen

Was unterscheidet die Konfigurierbarkeit von BALTECH-Lesern von typischen Wettbewerbsprodukten?

Bei vielen Wettbewerbsprodukten sind Anpassungen – etwa ein geändertes Ausgabeformat oder individuelles I/O-Verhalten – mit einer kundenspezifischen Firmware oder sogar einem Hardware-Wechsel verbunden. Bei BALTECH-Lesern lassen sich die meisten Anpassungen über die Konfiguration umsetzen. Für Sie bedeutet das: Deutlich weniger Kosten, geringer Aufwand beim Ausrollen auf die Leser, und eine schnellere Umsetzung.

Hinter dieser Flexibilität steckt fast 30 Jahre konsequente Fokussierung auf genau diese Technologie – mit Hardware-, Firmware- und Software-Entwicklung aus einer Hand, am Standort in der Nähe von München.

Doku: Konfiguration erstellen

Kann ich nach der Installation noch Anpassungen vornehmen, ohne die Leser auszubauen?

Ja. Wenn sich Anforderungen im laufenden Betrieb ändern – z. B. ein Kartensystemwechsel, das Hinzufügen weiterer Kartentypen nach einer Unternehmensfusion oder ein geändertes Ausgabeformat –, genügt es, eine neue Version der Projektkonfiguration zu erstellen und diese auszurollen. Konfigurationen lassen sich über verschiedene Schnittstellen auf installierte Leser aufspielen, auch kontaktlos über NFC oder ConfigCard – ohne Ausbau, ohne Hardware-Tausch.

Doku: Neue Konfigurationsversion erstellen
Doku: Konfigurationen ausrollen

Welche Tools stellt BALTECH für Konfiguration, Test und Rollout bereit?

Die kostenlose BALTECH ToolSuite deckt den gesamten Workflow ab:

  • Formularbasierte Konfiguration: Projektkonfigurationen erstellen anhand vordefinierter Formulare – ohne RFID-Expertenwissen, mit automatischer Versionierung.
  • Test am PC: Testen Sie RFID-Schnittstelle sowie LED und Piepser direkt in der ToolSuite.
  • Flexibler Rollout: Upload kabelgebunden sowie kontaktlos über NFC oder ConfigCard – auch auf bereits installierte Leser.

Für Projekte mit besonderen Anforderungen erstellen wir auch individuelle Konfigurationsformulare an oder übernehmen auf Wunsch die gesamte Konfigurationserstellung.

Download: BALTECH ToolSuite
Doku: Erste Schritte mit der BALTECH ToolSuite

Muss ich technisches Expertenwissen mitbringen, um meine BALTECH-Leser zu konfigurieren?

Nein. Die BALTECH ToolSuite ist so gestaltet, dass auch Endanwender ohne RFID-Kenntnisse eigene Projektkonfigurationen erstellen und verwalten können. Die Formulare führen durch alle relevanten Parameter; die automatische Versionierung stellt sicher, dass Sie jederzeit den Überblick über verschiedene Konfigurationsstände behalten. Für komplexere Anforderungen erstellen wir auf Anfrage gern die Konfiguration für Sie.

Doku: Konfiguration erstellen
Doku: Konfiguration bestellen

Individuelle Entwicklung und Kompetenz

Was passiert, wenn ich ein Kartensystem verwende, das nicht standardmäßig unterstützt wird?

Kein Problem. BALTECH entwickelt Hardware, Firmware und Software vollständig im eigenen Haus . Diese Entwicklungstiefe erlaubt es uns, auch seltenere oder proprietäre Kartensysteme kurzfristig zu unterstützen. Sprechen Sie uns an – wir prüfen die Machbarkeit für Ihr Projekt.

Kann BALTECH auch kurzfristig auf individuelle Anforderungen eingehen?

Ja. Hardware-, Firmware- und Software-Entwicklung, Konstruktion und Fertigung liegen bei uns seit fast 30 Jahren in einer Hand – das ist die Grundlage dafür, dass wir auf individuelle Anforderungen wesentlich flexibler reagieren können als viele andere Anbieter.

Häufig sind die nötigen Anpassungen bereits ohne Firmware-Änderung allein über die Konfiguration realisierbar. Darüberhinausgehende Anforderungen – auch solche, die andere Anbieter ablehnen würden – setzen wir als kundenspezifische Entwicklung um: kosteneffizient dank kurzer Abstimmungswege und tiefem Systemverständnis über alle Ebenen hinweg, und das auch kurzfristig, weil wir keine externen Abhängigkeiten haben.

Können projektindividuelle Sonderfunktionen oder proprietäre Protokolle realisiert werden?

Ja. Da wir die gesamte Wertschöpfungskette intern abdecken – Hardware-, Firmware- und Software-Entwicklung, Konstruktion und Fertigung –, können wir auch hochspezialisierte Anforderungen effizient umsetzen. Beispiele:

  • Proprietäre Host-Protokolle
  • Spezielle Antennen oder Gehäuse für besondere Einbausituationen
  • Erweiterungen der Low-Level-Unterstützung Ihres Kartensystems
  • Individuelle I/O-Sequenzen oder Steuerungslogik

Fragen Sie uns gerne nach einem unverbindlichen Angebot.

BALTECH als Unternehmen

Was ist BALTECH und was zeichnet das Unternehmen aus?

Die BALTECH AG wurde 1996 gegründet und ist seitdem auf RFID- und berührungslose Smartcard-Technologie spezialisiert. Als eines der ersten Unternehmen weltweit haben wir früh die Verbindung von RFID- und Smartcard-Technologie realisiert.

Unser Entwicklungsfokus liegt auf Mitarbeiter-ID-Anwendungen – Login, Zeiterfassung, Zutrittskontrolle, Kantinenzahlung, Print-Management usw. Dank hochgradiger Konfigurierbarkeit sind unsere Leser aber auch für viele weitere Szenarien geeignet.

Hardware-, Firmware- und Software-Entwicklung, Konstruktion und Fertigung finden vollständig an unserem Standort in der Nähe von München statt. Das macht unsere Produkte zu Lösungen aus einem Guss – und ist die Grundlage unserer tiefen Expertise in den Bereichen RFID, NFC und Bluetooth.

Allgemeine Fragen zu RFID-Systemen

Was ist RFID und wie funktioniert die Technologie?

RFID (Radio Frequency Identification) ist eine Technologie zur kontaktlosen Identifikation, bei der ein Lesegerät per Funk Daten von einem Transponder (z. B. Karte, Schlüsselanhänger oder Smartphone) ausliest – ohne Sichtkontakt und ohne mechanischen Kontakt. Passive Transponder werden dabei durch das elektromagnetische Feld des Lesers mit Energie versorgt und benötigen keine eigene Batterie.

Welche Komponenten gehören zu einem RFID-System?

Ein vollständiges RFID-System besteht aus 3 Komponenten:

  • RFID-Medium (physischer Transponder, z. B. Karte oder Schlüsselanhänger, oder ein Smartphone): Träger der Identifikationsdaten, i. d. R. eine eindeutige Nummer
  • RFID-Leser: Erfassung der Identifikationsdaten und Weitergabe an das Hintergrundsystem im benötigten Format
  • Hintergrundsystem/Anwendung: Verarbeitung und Berechtigungsentscheidung

Neben Lesern erhalten Sie bei uns auch vorformatierte Karten und Schlüsselanhänger. Darüber hinaus unterstützen wir die Smartphone-Identifikation über Bluetooth mit BALTECH Mobile ID und Tungsten Business Connect.

Produktseite: Standard-Leser
Produktseite: Print-Management -Leser
Produktseite: Mobile ID
Download: Datenblatt „Karten und Transponder“

Welche Rolle übernimmt ein RFID-Leser im Gesamtsystem?

Der RFID-Leser erfasst die Identifikationsdaten eines Mediums (Karte, Schlüsselanhänger oder Smartphone) und überträgt sie an ein übergeordnetes Host-System, das die eigentliche Berechtigungsentscheidung trifft. In einfachen Anwendungen kann die Berechtigungsprüfung auch direkt im Leser erfolgen, wenn dort eine Liste erlaubter Nummern hinterlegt wird.

BALTECH-RFID-Leser unterstützen beide Optionen.

Doku: Leser konfigurieren (inkl. Host-Schnittstelle)
Doku: Leser für Standalone-Betrieb konfigurieren (Offline Access Control)

Was unterscheidet RFID von NFC?

NFC (Near Field Communication) ist ein standardisierter Teilbereich der RFID-Technologie und arbeitet ausschließlich im HF-Bereich (High Frequency) bei 13,56 MHz. Im Unterschied zu klassischen RFID-Systemen unterstützt NFC zusätzlich Peer-to-Peer-Kommunikation zwischen zwei aktiven Geräten (z. B. 2 Smartphones) und wird daher neben der Kartenlesung auch für Datenaustausch und kontaktloses Bezahlen eingesetzt.

Welche RFID-Frequenzbereiche gibt es?

Es gibt 3 gebräuchliche RFID-Frequenzbereiche:

  • LF (Low Frequency, 125 kHz / 134 kHz)
  • HF/NFC (High Frequency, 13,56 MHz)
  • UHF (Ultra High Frequency, 860–960MHz) für größere Reichweiten und Logistikanwendungen.
  • Bluetooth (2,45 GHz)

BALTECH-Leser decken die Bereiche LF, HF/NFC und Bluetooth ab.

Leser-Finder: So finden Sie die Varianten mit dem gewünschten Frequenzbereich

Wovon hängt die Lesereichweite bei RFID ab?

Die Lesereichweite hängt im Wesentlichen von 3 Faktoren ab:

  • Verwendeter Frequenzbereich: LF (Low Frequency) und HF (High Frequency) typischerweise 2–10 cm, UHF (Ultra High Frequency) bis mehrere Meter, Bluetooth bis 10 m)
  • Antennengröße und -geometrie des Lesers
  • Bauform und Größe des Transponders

Darüber hinaus spielen auch Umgebungsbedingungen eine Rolle: So reduziert z. B. Metall die Reichweite.

Doku: Reichweite der BALTECH-Leser je Modell
Doku: Richtlinien für den Einbau von BALTECH-Leser in metallischen Umgebungen

 

Was ist der Unterschied zwischen einer UID und gespeicherten Kartendaten?

Jeder Transponder besitzt eine UID (Unique Identifier), eine fest kodierte Seriennummer des Elektronikchips, die ohne Zugangsberechtigung ausgelesen werden kann. Darüber hinaus können neuere Kartentypen im HF/NFC-Bereich (High Frequency, 13,56 MHz) zusätzliche, oft kryptografisch geschützte Speicherbereiche enthalten. In diesen können z. B. individuell definierte Nummern hinterlegt werden, auf die nur mit dem passenden Schlüssel zugegriffen werden kann. BALTECH nennt diese Nummern „PCN“ (Programmed Card Number).

Wegen des Schutzes, den die Verschlüsselung bietet, empfehlen wir klar die Nutzung von PCNs statt UIDs. Gerne bringen wir eine für Ihr Projekt passende Kartenstruktur inkl. PCNs für Sie auf Ihre Karten auf. Alternativ stellen wir mit dem „Card Formatter“ ein Tool zur Verfügung, mit dem Sie Ihre Karten auch einfach und sicher vor Ort formatieren können.

Doku: Card Formatter
Doku: Leser für das Auslesen einer UID oder PCN konfigurieren

 

Welche Faktoren beeinflussen die Sicherheit eines RFID-Systems?

Die Sicherheit eines RFID-Systems hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Kartensystem und dessen unterstützte Verschlüsselungsmechanismen. Wir empfehlen hier MIFARE DESFire und MIFARE Plus, die derzeit die höchsten Standards erfüllen.
  • Speicherort der Kartenschlüssel: Die Schlüssel werden standardmäßig im Leser gespeichert, bei besonders hohen Sicherheitsanforderungen empfehlen wir die Speicherung in einem SAM (Secure Access Module). Varianten mit SAM-Slot sind für all unsere Produkte verfügbar.
  • Kommunikation mit dem Host-System: Diese lässt sich bei unseren USB-Lesern auf Basis von AES-128 verschlüsseln. Für Ethernet-Geräte unterstützen wir HTTPS-Verschlüsselung.
  • Schutz der Konfiguration und der dort hinterlegten Schlüssel vor unberechtigtem Auslesen und Manipulation. Unsere Konfigurationen sind Ende-zu-Ende verschlüsselt; hier unterstützen wir sowohl symmetrische Verschlüsselung auf Basis von AES-128 sowie asymmetrische Verschlüsselung auf Basis von ECC (Elliptic Curve Cryptography) .
  • Prozessorkarten mit RSA oder ECC werden über entsprechende SAMs unterstützt.

Weitere Details zur Sicherheit unserer Leser finden Sie in unserem unten verlinkten Sicherheitskonzept.

Doku: BALTECH-Sicherheitskonzept
Doku: Host-Schnittstelle mit AES-Verschlüsselung absichern
Doku: SAMs: Funktion und Einbau

Wie unterscheiden sich die Speicherstrukturen von 13,56-MHz-Karten wie MIFARE DESFire, MIFARE Classic, LEGIC advant/prime und ISO-15693-Transpondern?

Die Speicherstruktur unterscheidet sich je nach Kartentechnologie erheblich:

MIFARE DESFire organisiert den Speicher in Applikationen (identifiziert durch eine 3-Byte Applikations-ID, AID). Jede Applikation enthält Dateien und Schlüssel. Der Zugriff ist kryptografisch geschützt (AES, DES, 3DES oder 3K3DES). Jede Applikation enthält verschiedene Files. Daten werden über File-Nummer und Byte-Position adressiert. Doku: MIFARE DESFire Kartenstruktur

MIFARE Classic ist in Sektoren aufgeteilt; jeder Sektor besteht aus 4 Blöcken (bei 4K-Karten bis zu 16 Blöcke je Sektor). Der letzte Block jedes Sektors ist der Sektor-Trailer mit zwei Schlüsseln (Typ A und Typ B), die den Lese- und Schreibzugriff auf die übrigen Blöcke steuern. Daten werden über Blocknummer und Bye-Position adressiert. Doku: MIFARE Classic Kartenstruktur

LEGIC advant/prime nutzt Segmente als Struktureinheit – jedes Segment gehört einer Applikation (z. B. Zutrittskontrolle, Cafeteria). Ein Segment besteht aus einem Verwaltungsbereich (Stamp, 1–12 Byte) und einem applikationsspezifischen Nutzdatenbereich. Daten werden über Segmentnummer und Byte-Position adressiert. Doku: LEGIC Kartenstruktur

ISO-15693-Transponder speichern Daten in Blöcken, die je nach Produkt 4, 8 oder 32 Byte umfassen. Daten werden über Blocknummer und Byte-Position adressiert. Doku: ISO 15693 Kartenstruktur

Diese Unterschiede sind relevant für die Konfiguration des RFID-Lesers. Wenn Sie eigene Anwendungen entwickeln, schreiben Sie mit unserem Makro-Kommandosatz VHL (Very High Level) universell einsetzbaren Code, unabhängig vom Kartensystem, und hinterlegen alle kartentypspezifischen Informationen in der Leserkonfiguration. Doku: Makro-Kommandosatz VHL (Very High Level) 

Wann ist ein RFID-Leser „quantum-proof“?

Verschlüsselung, die „quantum-proof“ ist, also Angriffen zukünftiger, leistungsfähiger Quantencomputer standhält, kann im absoluten Sinne heute kein Hersteller von RFID-Lesern versprechen. Realistisch erreichbar und sinnvoll ist es hingegen, auf „Quantum-Readiness“ zu setzen: Dafür muss der Leser so konzipiert sein, dass kryptografische Algorithmen aktualisiert werden können – ohne Hardwaretausch –, wenn Bedrohungslage oder Marktstandards es erfordern.

Diese sog. Kryptoagilität betrifft beide Kommunikationsstrecken: die Verbindung zwischen Karte und Leser ebenso wie die zwischen Leser und Hostsystem. Ein kryptoagiler Leser kann schwache Verfahren aussperren und neue Kartenprotokolle oder Algorithmen per Firmware-Update nachrüsten. Ob ein konkretes Update auf bereits im Feld befindlicher Hardware möglich ist, hängt auch von Schlüssellängen und verfügbarer Rechenleistung ab – das ist eine Realität, die für die gesamte Branche gilt. Die technische Grundlage – Protokoll- und Algorithmus-Updates per Firmware-Update, auch kontaktlos – bieten BALTECH-Leser bereits heute.

Ein weiteres, bereits heute verfügbares Quantum-Ready-Merkmal ist der SAM-Slot. Ein SAM (Secure Access Module) ermöglicht es, die im Leser hinterlegten kryptografischen Schlüssel sicher auszutauschen – ohne das Gerät selbst ersetzen zu müssen. Varianten mit SAM-Slot sind für alle BALTECH-Produkte erhältlich

Diese Update-Infrastruktur ist die Voraussetzung dafür, Post-Quantum-Kryptographie (PQC) einzuspielen, sobald entsprechende Standards für RFID-Systeme etabliert sind.

Doku: Firmware kabellos updaten (Wireless Upload)
Doku: SAMs: Funktion und Einbau

Was ist OSDP?

OSDP (Open Supervised Device Protocol) ist ein offener Standard für die Kommunikation zwischen RFID-Lesern und Zutrittskontrollsystemen über RS-485. Im Vergleich zu Wiegand bietet OSDP bidirektionale Kommunikation, Leitungsüberwachung (Manipulationserkennung) und optionale AES-Verschlüsselung der Übertragung.

OSDP v1 und v2 werden standardmäßig von allen Varianten unseres Zutrittskontroll-Lesers ACCESS200 unterstützt.

Doku: OSDP
Produktbeschreibung: ACCESS200
Doku: ACCESS200-Hardware-Spezifikation

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